Was ist der IP-Code? Warum ist es wichtig, ihn zu verstehen?
Der IP-Code (von engl. Ingress Protection oder International Protection) ist ein Standard, der durch die Norm IEC 60529 / EN 60529 definiert wird und den Schutzgrad elektrischer Geräte gegen das Eindringen von festen Körpern (Staub, Partikel, Objekte) sowie Flüssigkeiten (Wasser, Feuchtigkeit) durch das Gehäuse festlegt.
Praktisch bedeutet das: Der Hersteller erklärt, unter welchen äußeren Bedingungen das Gerät standhält – von dispersem Staub bis hin zu intensiven Wasserstrahlprüfungen. Dies ist besonders wichtig für Geräte, die im Freien oder unter feuchten, staubigen Bedingungen installiert werden.
Der IP-Code besteht aus den Buchstaben „IP“ und zwei Ziffern (manchmal mit einem zusätzlichen Buchstaben). Beispiel: IP55, IP31, IP68.
- Die erste Ziffer (0–6) – Schutz gegen feste Objekte / Staub / Zugang zu inneren Teilen.
- Die zweite Ziffer (0–9) – Schutz gegen Wasser (Tropfen, Spritzwasser, Eintauchen).
- Der zusätzliche Buchstabe (z.B. „X“, „K“) – in einigen Varianten ergänzt Informationen (z.B. Beständigkeit gegen Hochdruckreinigung).
Zum Beispiel:
- IP20 bedeutet: Schutz gegen Berührung und größere feste Objekte, kein Schutz gegen Wasser.
- IP55 – vollständiger Schutz gegen Staub (aber geringfügige Ablagerungen zulässig) + Schutz gegen Wasser, das in einem Strahl geworfen wird.
- IP68 – das Gerät kann kontinuierliches Eintauchen in Wasser unter bestimmten Bedingungen (Tiefe und Zeit, die vom Hersteller festgelegt werden) widerstehen.
Wie funktionieren die einzelnen IP-Schutzgrade?
Erste Ziffer: feste Objekte / Staub / Berührung
Ziffer |
Bedeutung |
Schützt vor |
0 |
Kein Schutz |
keine Sicherheitsvorkehrungen |
1 |
> 50 mm |
Zugang mit großer Handfläche |
2 |
> 12,5 mm |
Finger, dünne Werkzeuge |
3 |
> 2,5 mm |
Schraubendreher, Kabel |
4 |
> 1 mm |
feine Drähte, Werkzeuge |
5 |
Begrenzter Schutz gegen Staub |
geringe Menge Staub zulässig |
6 |
Staubdicht |
kein Eindringen von Staub, vollständiger geschützter Kontakt |
Zweite Ziffer: Schutz gegen Wasser
Ziffer |
Schutztyp |
Beispiel Test / Aktion |
0 |
Kein Schutz |
Gerät nicht gegen Wasser geschützt |
1 |
Vertikale Tropfen |
Vertikal fallende Tropfen verursachen keinen Schaden |
2 |
Tropfen unter 15° |
Funktioniert unter leichtem Winkel |
3 |
Spritzwasser unter 60° |
Regen / leichter Nebel |
4 |
Wasserspritzer |
Schutz gegen Spritzwasser aus allen Richtungen |
5 |
Wasserstrahl mit niedrigem Druck |
z.B. aus einem Gartenschlauch |
6 |
Wasserstrahl mit hohem Druck |
intensive Spritzwasser aus dem Schlauch |
7 |
Eintauchen bis 1 m |
kurzfristiges Eintauchen unter 1 Meter |
8 |
Eintauchen >1 m |
fortgeschrittener Schutz beim Eintauchen |
Hinweis: Eine höhere Wasserzahl ersetzt nicht immer eine niedrigere – das Gerät muss für beide Modi zertifiziert sein, wenn der Hersteller dies erklärt.
Darüber hinaus ist der Standard IP69K eine Erweiterung für sehr hohen Druck und Temperatur (Hochdruckreinigung) – verwendet unter anderem in der Automobilindustrie.

Beispiele für Anwendungen – Auswahl des IP für verschiedene Szenarien
- Installation im Gebäude (Wohnzimmer, Badezimmer, Zimmer)
Hier sind die Anforderungen an den Wasserschutz moderat. In der Regel:
- Regler = IP20, IP21,
- Infrarotstrahler für den Innenbereich = IP44 oder mehr (wenn Feuchtigkeit vorgesehen ist).
- Bereiche mit hoher Feuchtigkeit / Außenbereiche
In feuchten Zonen (Badezimmer, Terrassen, Veranden):
- Geräte benötigen IP ≥ 44 oder IP55, um Schutz gegen Spritzwasser und Feuchtigkeit zu gewährleisten.
- Außenstrahler Termofol haben gerade IPX4 (bei Heizungsprojekten für Terrassen).
- Installationen, die intensiven Spritzern / schwierigen Bedingungen ausgesetzt sind
In Industriehallen, Werkstätten, Transportstationen, wo Hochdruckreinigung und Staub die Norm sind:
- IP65 / IP66 oder IP69K wird empfohlen,
- insbesondere für Geräte, die in der Nähe von Decken, Außenwänden oder an schwer zugänglichen Orten montiert werden.
Worauf sollte man bei der Auswahl des IP in Heizgeräten achten?
- Arbeitsumgebung: Wird das Gerät im Freien oder drinnen verwendet? Wird es Regen, Spritzern, Werkstattstaub ausgesetzt sein?
- IP-Anpassung an das Produkt: Ein externer Regler benötigt ein höheres IP als ein interner Regler.
- Übertreibe es nicht mit dem IP: Höhere Zertifikate als erforderlich – teurer, manchmal unnötig. Für geschlossene Umgebungen kann übermäßiger Schutz überflüssig sein.
- Anschlüsse, Dichtungen und Kabel müssen ebenfalls den entsprechenden Schutzgrad erfüllen – „IP des gesamten Systems“ ist nur so gut wie sein schwächstes Element.
Warum ist es wichtig für den Kunden, den IP zu verstehen?
- Sicherheit: Ein unangemessener Schutzgrad = Risiko von Geräteschäden, Kurzschlüssen, Bränden.
- Haltbarkeit: Geräte mit dem richtigen IP werden länger halten – widerstandsfähiger gegen Staub und Feuchtigkeit.
- Auswahl des richtigen Produkts: Ein externer Kunde muss auf den IP achten, um Ausfälle zu vermeiden.
- Installationskompatibilität: Wenn man weiß, welcher IP an einem bestimmten Ort (Badezimmer, Terrasse, Halle) erforderlich ist, ist es einfach, die Geräte von Termofol auszuwählen.